04..09.2014

Nobelpreisträger Max Planck "Irrlehren der Wissenschaft brauchen 50 Jahre, bis sie durch neue Erkenntnisse ausgelöscht werden, weil nicht nur die alten Professoren, sondern auch deren Schüler aussterben müssen."

Borreliose

 

 

Borreliose ist eine durch Zeckenstich  (umgangssprachlich auch Zeckenbiss) übertragende Erkrankung. Borreliose ist eine Bezeichnung für verschiedene Infektionskrankheiten, die durch Bakterien aus der Gruppe der Borrelien (Spirochäten) ausgelöst werden. Die Erkrankungen kommen beim Menschen und  Säugetieren vor. Durch den Befall aller Körpergewebe, können vielfältige klinische Symptome ausgelöst werden.

Der Name der Erkrankung Lyme Borreliose kommt von einem kleinen Ort namens Lyme an der Ostküste Nordamerikas, zwischen New York und Boston. Dort trat eine Häufung von Gelenksentzündungen auf, die auf eine durch Zecken übertragende Infektionskrankheit zurückzuführen war. Der Erreger dieser Infektionskrankheit wurde einige Jahre später durch Willi Burgdorfer isoliert. Ihm zu Ehren wurde diese Bakterienart nach Borrelia (B.) burgdorferi benannt. Mittlerweile konnten weitere verwandte Borrelien Bakterien gefunden werden, z. B (B. afzelii, B. garinii)

Sollte Sie eine Zecke gestochen haben, entfernen Sie die Zecke mit einer Pinzette oder Zeckenzange in Drehbewegung. Auf keinen Fall sollte Sie die Zecken drücken, Öl oder Salben verwenden. Sollte der Kopf stecken bleiben, besteht keine Gefahr, weil die Borrelien im Darm der Zecke sitzen. Erst durch das Ausdrücken der Zecke könnte eine Infektionsgefahr entstehen. Im Gegensatz zur FSME Erkrankung befinden sich die Virus Erreger im Kopf der Zecke (Speichel).

Die Symtome einer frischen Borreliose kann sich Äußern in grippeartigen Fieber, Schüttelfrost und Unwohlsein. Bekannt ist auch die „Wanderröte“, welche nach dem Zeckenbiss auftreten kann. Die Wanderröte muss nicht unbedingt an der der Bissstelle auftreten. Allerdings ist diese Rötung nur bei 40 – 70 Prozent der Betroffenen ersichtlich. In den normalen Laboren gibt es einen Zeckentest um Borreliose zu erkennen. Dieser Test kann nach ca. 6 bis 8 Wochen erfolgen. Ein negativer Borrelien Nachweis im Blut schließt allerdings nicht 100%ig aus, dass der Patient nicht doch mit den Borreliose Bakterien infiziert ist. Nur spezielle Labore können helfen.

Symptome einer chronischen Borreliose sind z.B. plötzlicher Leistungsnachlass in der Arbeit oder beim Sport, Gelenk-, Nacken- oder Muskelbeschwerden, Magen- Darm- Probleme, Depressionen, Schlafstörungen, Blasenstörungen, Schwindel, Seh- oder Hörstörungen. Wie Sie sehen, hinterlistige Symptome welche nicht unbedingt eindeutig im ersten Moment auf Borreliose hinweisen. Eine Borreliose Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium kann auch noch schwerwiegende Folgen haben. Die fortgeschrittene nicht erkannte Borreliose begünstig den Ausbruch vieler Krankheiten z.B. Rheuma, Schlaganfall, Multiple Sklerose, Arthose, Demenz, Bandscheibenvorfälle und viele weitere Symptome (siehe unten) gehen mit der Borreliose einher. Leider ist es sehr sehr schwierig einen erfahrenen Arzt zu finden, der eine fortgeschrittene Borreliose erkennt und auch noch richtig behandelt.

Weitere Symptome

  • Lähmungen im Bereich des Gesichtes (Facialisparese) oder einer oder mehrerer Extremitäten (Arm/Bein)
  • Gelenkschmerzen, insbesondere von einem zum anderen Gelenk wechselnd
  • Unklare Muskelschmerzen
  • extreme Kopfschmerzen
  • Fibromyalgiesyndrom
  • unklare Herzbeschwerden, Tachykardien, Herzrhythmusstörungen,
  • Chronische Müdigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Merkfähigkeitsstörungen
  • Denkstörungen
  • Schwierigkeiten, die richtigen Worte zu finden
  • Ein- und/oder Durchschlafstörungen
  • Sehstörungen, die nicht auf einer Erkrankung des Auges oder Sehapparates beruhen.

Gegen Borreliose Bakterien gibt es bisher keinen Impfstoff. FSME Impfungen gibt es.  Leider kommt es immer zu Verwechselungen bezüglich der Impfungen für FSME. Viele Patienten denken mit einer FSME Impfungen ist man auch gegen Borreliose geschützt.  FSME wird durch Viren ausgelöst !

400 FMSE Neuerkrankungen werden jährlich in Deutschland gezählt. Bei Borreliose liegen die Zahlen der Neuerkrankungen deutlich höher. Zwischen 500 000 bis 700 000! Neuerkrankungen.

Bekannt ist die „Wanderröte“, welche nach der Borreliose Ansteckung, nicht unbedingt, von der Bissstelle ab erfolgt. Allerdings ist diese Rötung nur bei 40 – 70 Prozent der Betroffenen ersichtlich. In den normalen Laboren gibt es einen Zeckenschnelltest um Borreliose zu erkennen. Ein negativer Borrelien Nachweis im Blut schließt allerdings nicht 100%ig aus, dass der Patient nicht doch mit den Borreliose Bakterien infiziert ist. Nur spezielle Labore können helfen.

Zecken übertragen nicht nur Borreliose sondern auch noch weitere sehr unangenehme Infektionen, z.B. Chlamydiose, Ehrlichiose, Babesiose, Rickettsiose, Bartonellose, Rückfallfieber, Q-Fieber. In speziellen Labors können auch tote Zecken genau auf ihre Erreger untersucht werden und der gebissene Patient kann dann mit dem richtigen Antibiotikum behandelt werden. Bei einer chronischen Infektion müssen teils bis zu 3 Monate und länger  Antibiotika eingenommen werden oder als Infusion verabreicht werden.

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